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 | Gudrun Bonnemann |
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Gudrun Bonnemann studierte Kirchenmusik an der Musikhochschule in Köln , u.a. bei Josef Zimmermann und Hermann Schroeder. Nach Abschluss des A-Examens konnte sie als Kantorin der Kirchengemeinde Heilig-Geist in Bonn-Venusberg und später als Assistentin des Stadtkantors der ev. Marktkirche Hannover, Prof. Manfred Brandstetter, umfangreiche Erfahrungen in zahlreichen Orgel-, Oratorien- und Kammermusikkonzerten sowie durch intensive Chorarbeit sammeln. Außerdem übte sie Lehrtätigkeiten an den Musikschulen Bonn und Hannover sowie an der Universität Köln aus. Gudrun Bonnemann hat regelmäßig an Dirigierkursen, u.a bei Helmuth Rilling und Hermann Max, teilgenommen.
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Ausgezeichet: Kulturpreis des Erftkreises 2008
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Botschafter in Sachen Musik … Hervorragende Jugendarbeit wurde auch für Gudrun Bonnemann ins Feld geführt - als eine in einem ganzen Spektrum besonderer Leistungen. Seit 25 Jahren ist die Kirchenmusikerin Kantorin der Sindorfer Pfarrei St. Maria Königin. Hier hat sie den Kerpener Madrigalchor ins Leben gerufen, ein hochkarätiges Ensemble, das sogar einmal bei den Brühler Schlosskonzerten aufgetreten ist und 1996 mit dem Kreiskulturpreis ausgezeichnet wurde. 2007 gründete sie den Nachfolger, das Vocalensemble St. Ulrich.
Sindorfer Abendmusiken, Sindorfer Orgelnacht - Bonnemann hat Ideen und Fantasie, wenn es darum geht, Menschen an die Musik im Allgemeinen und die Kirchenmusik im Besonderen heranzuführen. Schon früh hat sie begonnen, Barockmusik auf historischen Instrumenten aufzuführen. An St. Maria Königin konnte man Händels "Messias" ebenso hören wie die Johannespassion von Bach. Die besondere Aufmerksamkeit der Kantorin aber gilt dem Nachwuchs. Sie erteilt Orgelunterricht, leitet den Kinderchor ebenso wie die Jugendkantorei - und hat, wie es im Vorschlag für die Preisverleihung heißt - "die Kulturlandschaft des Rhein-Erft-Kreises erheblich und dauerhaft bereichert" ... [Kölner Stadtanzeiger vom 21.5.2008]
Rhein-Erft-Kreis ehrt Attila Kirilowitsch, Gudrun Bonnemann und "Gut Klang" mit Kulturpreis "Der Kulturpreis des Rhein-Erft-Kreises ist eine begehrte Auszeichnung, das zeigt die Zahl der Vorschläge", meint Landrat Werner Stump. Aus 26 Nennungen hat eine achtköpfige Jury unter seinem Vorsitz drei Preisträger ausgewählt, deren kulturelles Engagement mit jeweils 1000 Euro gewürdigt wird. Die Juroren waren sich schnell einig darüber, dass der Frechener Bildhauer Attila Kirilowitsch, die Kerpener Kantorin Gudrun Bonnemann und der Spielmannszug "Gut Klang" aus Erftstadt den Preis verdient haben … Unermüdlich in ihrer Arbeit ist auch die Kirchenmusikerin Gudrun Bonnemann, die in ihrer mehr als 25-jährigen Tätigkeit als Kantorin an St. Maria Königin in Sindorf zahlreiche musikalische Veranstaltungen initiiert hat. Ihrem Engagement ist etwa die "Sindorfer Orgelnacht" zu verdanken. Als eine von wenigen Kirchenmusikerinnen hat sie frühzeitig Barockmusik mit historischen Instrumenten aufgeführt. Regelmäßig veranstaltet Gudrun Bonnemann Aufführungen großer Oratorien. Mit dem Madrigalchor hat Gudrun Bonnemann überregionale Bekanntheit erlangt, daneben leitet sie eine Reihe weiterer Chöre ... Die Preisverleihung findet am 13. Oktober statt. [Kölnische Rundschau vom 21.5.2008]
-> Weiteres zur Verleihung des Kulturpreises am 13. Oktober 2008 <-
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Seit 1981 ist Gudrun Bonnemann Kantorin an der Pfarrgemeinde St. Maria Königin in Sindorf. Neben der engagierten und unermüdlichen Wahrnehmung liturgischer Aufgaben entwickelte sie rasch ein reges und vielfältiges Konzertleben. So führt sie regelmäßig große Oratorien wie Mozarts Requiem, Haydns Schöpfung, Mendelssohns Paulus oder Händels Messias in der Fassung von Mozart auf und veranstaltet in der Konzertreihe „Sindorfer Abendmusiken“ zahlreiche Kammermusikkonzerte.
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Orgelunterricht?
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Wer hat Lust, an unserer wunderbaren Mönch-Orgel von St. Maria Königin Unterricht zu nehmen?
Voraussetzungen: Klavierspiel (im mittleren Schwierigkeitsgrad)
Ansprechpartnerin ist gerne Frau Bonnemann.
Tel.: (02273) 54 902 E-Mail: kantorin@kirchenmusik-sindorf.de
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"Projekte muss man sich langsam erträumen"
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[Von Oliver Tripp] „Vieles ist Handwerk“, sagt die Kirchenmusikerin Gudrun Bonnemann über ihren Beruf. „Zunächst einmal muss man sich natürlich den Notentext erarbeiten. Wenn man es dann in den Fingern hat, kommt erst die Musik. Und zum Schluss ein bisschen Kunst, wenn man Glück hat.“ Dabei ist ihr Job nicht allein das Musizieren, Gudrun Bonnemann ist Dreh- und Angelpunkt vieler Aktivitäten in der Pfarrei. Ihr Terminkalender ist randvoll, nachmittags und abends mit Proben mit dem Kirchenchor, dem Seniorenchor, dem Kinderchor. Dann spielt sie Orgel, zu Trauungen und Beerdigungen, zu Sonder-, Jugend- und regulären Gottesdiensten, und das natürlich auch samstags und sonntags. Als Gastmusikerin spielt Bonnemann noch Piano beim kircheneigenen Jugendabend unter der Leitung von Bettina Bucher. Und manchmal heißt es den ganzen Tag „Tasten halten“, wenn wieder die Orgelstimmer vom Bodensee da sind.
Von „Pflichterfüllung“ will die 57-jährige Ehefrau und Mutter von zwei erwachsenen Söhnen dabei nicht reden. „Ich habe mir einen schönen Beruf ausgesucht, ich kann sehr viel gestalten“, sagt sie. Schöpferisch sei ihre alltägliche Arbeit mit den Chören. „Dabei ist das Chorwesen keine demokratische Veranstaltung, es muss diszipliniert zugehen. Pünktlichkeit ist eine Selbstverständlichkeit, und es soll Teilnehmer wie Chorleiter fordern. Das kann ja nie Routine werden“, sagt sie.
Haltung will sie den Kindern in ihren Chören vermitteln, mit Übungen für Atem und Körper. „In sich ruhende Kinder, die bereit sind, körperlich und seelisch zu hören“, sind ihr Ziel. Und da sind noch die Konzerte in St.-Maria-Königin, die „Sindorfer Orgelnacht“, die im Juli zum siebten Mal stattfand, die Konzertreihe „Orgel und Meditation“, Adventkonzerte oder die Auftritte des Madrigalchores, der bereits mit dem Kulturpreis des Kreises ausgezeichnet wurde.
In Schwelm wuchs Gudrun Bonnemann auf, ihre Mutter Maria spielte Klavier, ihr Vater Wilhelm Geige, oft musizierten die Eltern gemeinsam. Als Fünfjährige lernte die kleine Gudrun Klavierspielen, als 14-Jährige besuchte sie den Orgelunterricht bei dem Schwelmer Kantor Paul-Heinz Stumpe. Nach dem Abitur studierte sie in Köln Kirchenmusik bei Prof. Hermann Schroeder und Prof. Josef Zimmermann und im Anschluss an ihre erste Stelle auf dem Bonner Venusberg bei Prof. Manfred Brandstetter in Hannover.
Seit 20 Jahren ist Gudrun Bonnemann jetzt Kantorin in Sindorf und als solche vielen Menschen bekannt. „Aber im Widerspruch dazu empfinde ich mich gar nicht als öffentliche Person“, sagt sie. Und: „Wenn man so viel Musik macht wie ich, braucht man viel Stille.“ Wenn sie Zeit habe, lese sie, und manchmal morgens, vor dem ersten Termin, da fahre sie einfach mit dem Fahrrad an die Erft, um „neue Ideen im Kopf ausbreiten zu können, irgendwas zu entwickeln“. Manchmal reise sie auch, sie, die gar kein typischer Reisemensch sei. Liebstes Ziel sei Mecklenburg-Vorpommern, oder auch Weimar, Eisenach und Dresden. Da inspiriere sie manchmal eine Landschaft: „Neue Projekte muss man sich langsam erträumen.“ [erschienen in: Kölnische Rundschau, 16.9.2004]
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25-jähriges Dienstjubiläum 2006
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